FC Erzgebirge Aue vs. 1.FC Kaiserslautern 1:0 (1:0)

2. Bundesliga, 21. Spieltag
17.02.2013, 20:15 Uhr
Zuschauer: 8.600
Vollgepackt mit viel guter Laune, einer Menge Treibstoff und netten Mitfahrern machte man sich an diesem Montagnachmittag auf den Weg ins Erzgebirge. Dort sollten sich am Abend das Kellerkind aus Aue und der DFB-Pokal-Halbfinalist aus Kaiserslautern duellieren. Trotz einiger Pausen aufgrund des hohen Verbrauchs an besagtem Treibstoff, konnten die ersten Grenzposten in Form von blau-weiß Uniformierten und dessen Einsatzwagen problemlos passiert werden.
Die Flutlichter des Erzgebirgsstadion erleuchteten uns den weiteren Weg zum Parkplatz.
Auf dem Weg ins Stadion kamen wir erstmals in den Genuss der regionaltypischen Landessprache, nu! Um ja nicht aufzufallen, beendeten wir nun jeden Satz mit “nu”, nu.
Nach dem 7€ für einen Stehplatz gezahlt wurden, durften wir dann auch die Stadiontore passieren. Hier befanden sich neben den üblichen Bier- und Getränkeständen auch eine urige Kneipe. Viel zu selten findet man so etwas in den ganzen neuen modernen Arenen dieser Republik.
Nach dem der sächsische Nudeltopf getestet und für bestanden erklärt wurde, wir unsere Plätze einnahmen, stand es schon 1:0 für die Gastgeber (5. Min.). Erwartete man nun einen Sturmlauf des Aufstiegsaspiranten aus der Pfalz, so konnte dieser Gedanke ganz schnell verworfen werden. Nicht eine richtige Torchance konnten sie sich erspielen und so ging es mit der verdienten Führung für die Gastgeber in die Pause.
In der zweiten Hälfte hatte Aue-Torwart Martin Männel seine großen Auftritte. Kaiserslautern kam nun besser ins Spiel, erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder am Torhüter der Sachsen. Seine Mitspieler vergaben in der 90. Minute die einzige nennenswerte Gelegenheit zur Vorentscheidung, als ein gut herausgespielter Konter auf der Linie geklärt werden konnte.
So blieb es beim 1:0. Aue behielt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf in der Heimat, während Kaiserslautern einen Dämpfer im Aufstiegsrennen erhielt.
Die 800 Gästefans waren heute gar nicht zu vernehmen. Das mag zum Einen an der Akustik des Stadions liegen, zum Anderen aber auch daran, dass nur der Stimmungskern über die 90 Minuten in Bewegung war.
Der aktive Heimanhang war stets bemüht die komplette Kurve mitzuziehen, was teilweise gelang, so dass auch etwas Stimmung im sonst eher familiären Publikum aufkam.
Tore:1:0 Sylvestr (5.)